Die Herberge zur Heimat – 120 Jahre Zufluchtsort für Bedürftige
Bett, Brot und Betreuung
Pressemeldung zum
120-Jahr-Jubiläum
St. Gallen, August 2008: Weg von der Strasse – Vor mehr als hundert Jahren machte man sich schon Gedanken darüber, dass junge Menschen sich in den Gassen und Beizen von St. Gallen herumtrieben und sich lieber dem Alkohol als der Arbeit widmeten. Im Jahre 1888 gründete der evangelische Pfarrer Johannes Meili von der St. Laurenzenkirche, St. Gallen, zusammen mit einigen Gleichgesinnten das Sozialwerk «Verein Hospiz zur Heimat» um junge mittellose Wandergesellen von der Strasse zu holen. Als Betreiber der Gaststätte «Herberge zur Heimat» bot ihnen der Verein ein Dach über dem Kopf und Essen zu erschwinglichen Preisen.
120 Jahre später ist die «Herberge zur Heimat» an der Gallusstrasse mehr als eine günstige Unterkunft für mittellose Wanderburschen – heute ist die Herberge ein Zufluchtsort für alle Menschen in Not. Menschen, die sich in schwierigen pyschosozialen Umständen befinden und nicht mehr wissen wohin. Sie erhalten in der Herberge eine temporäre Heimat, wo sie wieder Halt und Orientierung finden.
Am 17. August 2008 feiert der «Verein Hospiz zur Heimat», der Träger der Herberge, das 120-jährige Bestehen der Herberge mit einem Festgottesdienst in der St. Laurenzenkirche. Hansruedi Felix, Pfarrer von St. Laurenzen, wird zusammen mit Donat Wick Rutz, Leiter der Herberge und des Garni Hotels Vadian, den Gottesdienst leiten, der unter dem Thema « Sehnsucht – der Vater mit den zwei Söhnen» steht. Im Anschluss findet ein Apéro bei schönem Wetter vor der Kirche, bei Regen im Seitenschiff der Kirche, statt. Susan Schell, von der ehemaligen Gruppe Peter, Sue und Marc und Jonathan Schaffner, Konzertpianist und Organist, werden diesen Anlass musikalisch begleiten.
Ursprünglich als evangelischer Verein gegründet, ist das «Hospiz zur Heimat» heutzutage ein konfessionsübergreifender Verein, der sich zur Aufgabe gesetzt hat, Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen. Menschen, die z.B. auf Grund von Krankheit oder durch Schicksalsschläge, Hilfe benötigen, um in der Gesellschaft wieder Fuss zu fassen. Neben einem Platz zum Schlafen und täglichen Mahlzeiten, werden die Bewohner der Herberge in Zusammenarbeit mit anderen Stellen wie Sozialämtern, Vormundschaftsbehörden, ärztlichem Dienst und Spitex auf ihrem Weg zurück in die Selbstständigkeit begleitet.
Finanziert wird diese Hilfe durch das «Hotel Vadian». Das kleine, gemütliche Zwei-Stern Stadthotel mit seinen 23 Zimmern bietet bis zu 33 Gästen Platz an, 365 Tagen im Jahr. Mit den Einnahmen des Hotels und Spendengeldern bestreitet der Verein die Kosten der Herberge und kann so für 23 Menschen Bett, Brot und Betreuung sicherstellen.
«Es braucht Männer und Frauen, die es verstehen, einfühlsam mit unseren Herbergsbewohnern umzugehen, sich aber auch im normalen Hotelbetrieb zurechtfinden», sagt Wick über sein Mitarbeiterteam, das sich engagiert um Hotel- und Herbergsgäste gleichermassen kümmert. «Nur so kann sich der christliche Grundgedanke der Gründer unserer Institution weiter fortpflanzen und die Zukunft unseres Hauses gewährleistet werden».
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Die «Herberge zur Heimat» ist eine soziale und gemeinnützige Institution für Menschen in psycho-sozialer Not. Sie wurde am 13. August 1888 im ehemaligen Barschelschen Haus durch das Sozialwerk «Verein Hospiz zur Heimat» eröffnet. Die Herberge bietet 23 Menschen temporäres Obdach an, in Zimmern mit Wohnküche und Bad. Das 2-Sterne «Hotel Vadian» im Zentrum St. Gallen’s gelegen, verfügt über 24 moderne Einzel- und Doppelzimmer mit Dusche/WC. Als Mitglied des «Schweizer Verbands Christlicher Hotels (VCH)» gegründet im Jahr 1895, fühlt sich das «Hotel Vadian» der Gastfreundschaft im christlichen Geist und dem Hospizgedanken stark verbunden.
Informationen für die Presse:
Donat Wick Rutz, Betriebsleiter
Herberge zur Heimat / Hotel Vadian
Gallusstrasse 36, CH-9000 St. Gallen
T. 071 228 18 78, F. 071 228 18 79
E-Mail: info@hotel-vadian.ch
www.hotel-vadian.com